Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat einen Monitoring-Bericht zum Thema Neuzulassungen von Pkws in Deutschland im Jahr 2024 veröffentlicht. Der Fokus liegt dabei auf elektrisch angetriebenen Fahrzeugtypen, also rein batterieelektrischen Pkws (BEV) und Plug-in-Hybriden (PHEV). Darüber hinaus informiert die Publikation über die Entwicklung der Ladeinfrastruktur in Deutschland.
Es wurden weniger E-Fahrzeuge zugelassen
Dem Bericht zufolge wurden im Jahr 2024 weniger Fahrzeuge neu zugelassen als im Vorjahr. Die Gesamtzahl lag bei 2.817.331 Pkw, davon 380.609 BEV und 191.905 PHEV. Bei den Elektroautos ist ein starker Rückgang von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Bei den Plug-in-Hybriden (PHEV) ist dagegen ein Zuwachs von 9 Prozent zu beobachten. Insgesamt ist der Bestand an BEV in Deutschland auf 1,79 Mio. Fahrzeuge angestiegen.
Die Gründe für die negative Entwicklung sind vielfältig und umfassen politische Unsicherheit, die konjunkturelle Lage und die daraus resultierende Kaufzurückhaltung der privaten Haushalte. Einen Einfluss haben auch die Diskussionen um die CO2-Regulierung und das "Verbrenner-Aus". Der Wegfall der Umweltprämie im Dezember 2023 hatte zu einem deutlichen Verlust des Kaufanreizes für private Kunden beigetragen. Schwankungen im Bereich der Kraftstoff- und Strompreise sowie die Erwartung zukünftiger Preissenkungen bei E-Fahrzeugen verstärken die Zurückhaltung.
Der Bericht zeigt einen signifikanten Anstieg der Neuzulassungen im SUV-Segment im Jahr 2024. Die Ursachen hierfür könnten in den hohen Preisen im Kleinwagensegment, den persönlichen Präferenz sowie den höheren Reichweite liegen. Zu den bevorzugten Autoherstellern von rein batterieelektrischen Pkws (BEV) gehören Volkswagen, BMW, Mercedes, Škoda und Tesla. Tesla verzeichnet jedoch einen starken Rückgang bei den Neuzulassungen.
Die Ladeinfrastruktur in Deutschland entwickelt sich positiv
Im Bereich des Ausbaus der öffentlichen Ladeinfrastruktur ist dagegen eine positive Entwicklung festzustellen. Die Ladeleistung in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent gestiegen. Insbesondere die Schnellladepunkte (Ladeleistung größer 22 Kilowatt) verzeichnen einen Zuwachs von 39 Prozent. Dies bedeutet, dass mehr als jeder vierte der insgesamt 154.037 öffentlich zugänglichen Ladepunkte ein Schnellladepunkt ist. Die flächendeckende Infrastruktur ist von entscheidender Bedeutung, um mögliche Bedenken bezüglich der Reichweite von Elektrofahrzeugen auszuräumen.
Informationen zur Fuhrparkumstellung
Die reduzierte Zulassungsquote von Elektrofahrzeugen hatte einen negativen Einfluss auf die CO2-Emissionen. Es ist zwingend erforderlich, dass der Anteil an Elektroautos in Deutschland in den nächsten Jahren steigt, um die Klimaziele der Regierung und die EU-Vorgaben zu erreichen. Die Lotsenstelle für alternative Antriebe in Rheinland-Pfalz informiert Kommunen und Unternehmen, wie sie ihre Flotten erfolgreich auf alternative Antriebe umstellen können, und welche gesetzlichen Vorgaben (beispielsweise aus dem Gesetz über die Beschaffung sauberer Straßenfahrzeuge) hier zu beachten sind.
Den vollständigen Bericht finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Energie-Agentur (dena)